Da ist sie mal wieder, die leise kaum hörbare Stimme aus dem „Off“. Diese Stimme die dir zuruft: „Geh trainieren, sonst wird das nix mit deiner ersten Halbdistanz. Bist du denn auch schon mal länger als 2 Stunden auf dem Rad gefahren, oder mal wieder lange gelaufen? Wann warst du eigentlich das letzte mal so richtig schwimmen? Häh? Los, sag!“

Wenn ich ehrlich bin kann ich diese Stimme nicht mehr hören, glaube ich nämlich meiner eigenen Statistik/Trainingstagebuch, sollte ich die Fragen mit einem relativ knackigen „lass mich in Ruhe, ich weiß, dass es hart wird“ beantworten und darauf verweisen, dass zuviel Training kontraproduktiv ist. Denn, wenn ich ehrlich bin kann ich mich kaum an Zeiten erinnern, in denen ich weniger trainiert hätte als aktuell. Zwar scheine ich auf Grund der vorangegangenen Tests zur Leistungsbestimmung relativ fit zu sein, doch sind im Schnitt 3 Einheiten in der Woche gefühlt sehr wenig. Ausreden gibt es leider viele, sehr gut begründete und solche die es weniger sind. Ne halbe Stunde, und sei es nur Athletiktraining, hat man eigentlich immer am Tag.

Tja, zu allem Überfluss jagt mich aber nun auch mal wieder eine geniale Verletzung. Vom Zeitpunkt her könnte es nicht passender kommen, ginge es doch jetzt eigentlich erst richtig los mit harten Einheiten zur Verbesserung der Schnelligkeits- und Kraftausdauer. Wenn du aber morgens aufwachst und feststellst, dass dein Knie anschwillt und bei jeglicher beugenden Bewegung schmerzt, freust du dich so richtig auf die kommende Pause und erneute Medikamenteneinnahme. Vermutlich ist es ein Schleimbeutel, einer dieser hinterhältigen Dinger im Knie die plötzlich anschwellen und höllisch wehtun können. Mal sehn, erstmal kühlen und fein die Arnica Pillchen schlucken. Der spontane Start beim Löwentriathlon im Westerwald nächste Woche fällt jedenfalls aus, so denke ich. Nachmeldungen sollen ja vor Ort möglich sein. Wenn jemand gute Tipps hat, wie ich trotzdem mein Training gestalten kann, ohne den schleimigen Kameraden zu sehr zu reizen, oder ihn gar loswerden bzw. beschwichtigen kann, immer her damit. Schließlich will ich meinen Startplatz in Köln nicht kurz vorher noch verramschen müssen.

Bleibt gesund! Ich geh weiter weinen! 🙂

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