Die alte Saison ist gerade erst gelaufen, nun steht die Planung für 2017 an.

Und ich habe es endlich geschafft, nach fast 6 Wochen Offseason wieder ins Training einzusteigen.

Irgendwie fehlt uns Wahnsinnigen doch etwas, egal wie hart die letzten Monate waren, so ganz ohne frühes Aufstehen, lange langsame Läufe, harte Intervalle und das ganze Gebolze auf dem Fahrrad.

Bei mir ist es wie jedes Mal so, dass ich mich auf die erste Einheit richtig freuen kann. Das Ganze hat nur einen Haken. Ich bin scheinbar nicht nur beratungsresistent, nein auch noch unfähig aus eigenen Fehlern zu lernen. So dachte ich mir, probierste doch einfach mal nach einer knappen Woche gemütlicher GA–Läufe ne schöne 12x400m Serie hinzubrettern, um zu schauen wo ich beim Lauf so stehe. Doofe Idee, wie sich nach 5 von 12 herausstellte. Wade geplatzt, aber Gott sei Dank nicht weiter gemacht sondern aufgehört und abends direkt die Blackroll zu Hilfe genommen. So konnte ich nach einem Tag Pause wieder einsteigen und gemütliche Läufe anschließen, um die Beine wieder an kontinuierliche Bewegung heranzuführen. Damit mache ich auch erstmal vorsichtig weiter – mal sehen wie lange das gut geht, aber ich gelobe Besserung. Alles im Sinne der guten Vorbereitung und Grundlagenausdauer.

Viel schlimmer als jegliche Gewöhnungsphase im Laufen oder Radfahren fällt mir der Wiedereinstieg ins Schwimmen. Warum weiß ich selber nicht so genau, ist es doch meine Paradedisziplin. Aber jedes Mal, wenn ich länger als ne Woche nicht im Wasser war fühlt es sich an, als wäre ich der erste Mensch im Wasser. Also wurde aus der ersten Einheit eine relativ kurze, da nach 2,5km die Arme gesagt haben – für heute haste genug gemacht Jung – War ja auch hart mit 5×200 GA1 Start alle 2‘50“ :).

Nun ja, was soll es. Hilft ja nix, muss weitergehen. Und die Wintermonate bieten genügend Zeit das Training ins Wasser zu legen und die Schwerpunkte zu verschieben. Vor allen Dingen, wenn ich bedenke was ich aus dieser Saison mit in die neue nehmen kann. Ja eine Halbdistanz ist eine feine Sache. Nicht so stressig wie das ganze Kurzstreckengeknalle. Die Trainingseinheiten nicht so hart an der Grenze. Viel mehr Ausdauereinheiten, viel weniger Puls. Weniger kraftraubend, eher was zum Genießen. Aber was man nicht außer Acht lassen darf ist der zeitliche Aufwand. Radeinheiten sollten auch gerne mal 3 Stunden dauern, lange Dauerläufe auch an die 20km reichen und im Wasser auch gut und gerne mal 400er Serien bis zum Umfallen. All das, gepaart mit familiären Verpflichtungen hat mich dazu bewegt für die nächste Saison wieder auf die kurzen Distanzen umzusiedeln. Es war schön und aufregend die Luft der Langdistanzler zu schnuppern. Aber lange Einheiten passen aktuell nicht wirklich in meine Planungen. Mit der Entscheidung fielen dann auch direkt die ersten Planänderungen zu buche. Will ich mich doch weiterentwickeln und stetig verbessern, gilt es Ziele zu stecken, die erstmal ziemlich weit weg erscheinen, aber nach Rücksprache mit guten Kollegen als realistisch gelten. So sind meine Laufeinheiten nun darauf ausgerichtet am Ende 5km im Sprinttriathlon noch unter 18 Minuten zu laufen. Das wird hart, aber ich arbeite daran. Über den Fortschritt halte ich euch in gewohnter Manier auf dem Laufenden.

Bis dahin, gekotzt wird später!

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