STRYD FOOT-POD IM KURZTEST

Wattmessung beim Laufen? Humbug würde Mr. Scrooge sagen. Wie soll das funktionieren? Das waren meine ersten Gedanken als ich bei Stephan Erdmann und www.bewegungsfelder.de zur Leistungsdiagnostik war. Beim Radfahren ist man sich mittlerweile ja ziemlich einig, welche Möglichkeiten es gibt und wozu man Wattmessung im Radsport nutzen sollte. Doch beim Laufen? STRYD hat hierfür eine Lösung entwickelt und einen Powermeter für den Laufsport entwickelt. Mit Hilfe von Beschleunigungssensoren und vielleicht auch ein bisschen Hexerei wird hier die Wattleistung ermittelt und auf nahezu jeder bekannten Sportuhr dargestellt (zumindest einer sehr großen Anzahl).

Warum aber sollte ich beim Laufen nach Wattwerten trainieren und nicht mehr nur nach Herzfrequenz? Da meine Laufgeschwindigkeit nicht nur vom Gelände, in dem ich mich befinde, sondern auch vom Wind und anderen Umwelteinflüssen beeinflusst wird, ist zumindest die Pace alleine keine allzu komplette Darstellung meiner eigentlichen Fähigkeit zu Laufen. Ebenso ist es mit der Herzfrequenz, eigentlich ein guter Indikator für die aktuelle Belastung wird sie doch durch Gesundheitszustand, Trainingsvorbelastung etc. mit beeinflusst. Zur Wattmessung dazu bekommt man auch allerlei andere nützliche Informationen geliefert, sowie z.B. Schrittfrequenz und Trainingsbelastungswerte.

Der STRYD Foot Pod hat äußerlich sicherlich nicht viel zu bieten, aber darauf kommt es meiner Meinung nach auch nicht an. Er gleicht doch sehr einem Laufsensor von Garmin etc. Ähnliche Befestigung am Schuh und eher unauffällig. Um den Foot-Pod einzurichten muss man zunächst in der STRYD Mobile-App bzw. im STRYD-Power-Center unter http://www.stryd.com die Benutzer-Einstellungen einrichten (Körpergröße und Gewicht) und den Sensor mit der Mobile-App und der benutzten Sportuhr verbinden. Das Vorgehen hierbei läuft wie bei jeder Sensorerkennung, zumindest kann ich das für Garmin Geräte behaupten. Zudem gibt es auf der STRYD-Website ein Video, in dem die Einrichtungsschritte sehr gut erklärt werden. Die Leistungsmessung läuft bei Garmin allerdings über das Radfahren. Es gibt aber mittlerweile für alle Connect-IQ fähigen Uhren aber ein STRYD Datenfeld was dir auch beim Lauf den Leistungswert anzeigen kann. Dies werde ich in den nächsten Tagen mal testen.

Die Sensorkopplung startet vor jedem Lauf durch kurzes aktivieren des Sensors, so dass schon bei den ersten Schritten die Wattleistung auf dem Display erscheint. Und dann beginnt eigentlich schon das Staunen. Nicht nur höhere Geschwindigkeiten wirken sich direkt auf die Wattleistung aus, ebenso sichtbar wird nämlich auch der Einfluss der Lauftechnik, z.B. Schrittfrequenz, auf die Leistung.  Spielt man gezielt mit einigen Werten, wie konstanter Geschwindigkeit  bei wechselnder Technik spielen sich teils erstaunliche Sachen in der Wattanzeige ab. Ebenso verhält es sich bei konstanter Leistung und unterschiedlichen Techniken. Hier sind überraschende Geschwindigkeitsunterschiede zu bemerken.

Die Auswertung der Daten kann man sowohl im STRYD-Powercenter, als auch bei Garmin-Connect machen. Beides funktioniert einwandfrei.  Ganz nach persönlichem Gusto kann man sich hier entscheiden für welche Variante sich das Läuferherz begeistert.

Die Vorteile sehe ich ganz besonders beim Laufen von Intervallen, wo ich bisher viel zu oft zu schnell angelaufen bin und die Geschwindigkeit auf den letzten Runden nicht halten konnte. Mit Hilfe der Wattwerte verspreche ich mir hier ganz eindeutig eine gleichmäßigere Belastung und Effizienz.

Der STRYD Foot-Pod ist meiner Meinung nach eine absolute Empfehlung für Sportler die gezielt ihre Laufleistung verbessern wollen und das eben nicht mehr nach persönlichem Empfinden.

Ein bisschen Spielerei ist es sicherlich auch, aber gerade Triathleten neigen ja zur Technik 🙂

Vielen Dank an Stephan Erdmann für die Einführung in das Thema Laufen mit Watt

http://www.laufenmitwatt.de/

Matthes

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