Das Jahr 2017 ist nun vorüber und die ersten Wochen geführten Trainings durch Jörg sind abgehakt. Eine kleine Zusammenfassung der letzten Wochen möchte ich nun ausführen.

Zunächst war ich von der Fülle der Einheiten überwältigt. Es stehen doch teilweise bis zu 9 Trainingssessions pro Woche auf dem Plan. Allerdings zählen auch Athletik sowie Stretching als seperate Blöcke mit im Plan.

Bei genauerer Betrachtung ist es also gar nicht so schlimm, wie es zunächst erscheinen mag. Nichtsdestotrotz ist es am Anfang trotz großer Motivation gewöhnungsbedürftig gewesen aus der absoluten Sportaskese in eine geregelte Phase überzugehen. Jeden Tag zu trainieren kostet auch mich ab und an Überwindung und so ging es in der ersten Woche auch schwierig voran, obwohl am Ende jede Einheit erledigt war. Die kommenden Wochen wurde wesentlich einfacher, man gewöhnte sich an die Regelmäßigkeit des Trainings. Aber es kam eine neue Hürde dazu. Ich habe nämlich ganz vergessen wie viel Hunger man haben kann. Insbesondere nach Nüchterneinheiten am Morgen könnte ich LKW Ladungen an Junk Food in mich reindrücken. Das wäre dem Ziel aber wahrscheinlich nicht besonders förderlich, von daher hieß es auch hier standhaft bleiben und auf Anpassung des Körpers hoffen. Diese Standhaftigkeit sollte auch belohnt werden und Heißhunger wich Zufriedenheit. Die letzte Woche des ersten 4-Wochen Blocks hatte ich dann glücklicherweise Urlaub und konnte mich voll und ganz auf das Training konzentrieren, da auch der Nachwuchs gut versorgt im Kindergarten untergebracht war und genügend Zeit zur freien Gestaltung der Tage übrig blieb.

Innerhalb der ersten vier Wochen galt es auch erste Leistungstests durchzuführen.

Im Schwimmen hieß das einen 400m Test zu schwimmen, um die 100m Bereiche zu definieren.

Auf dem Rad/Rolle stand der erste heißgeliebte FTP Test (20min Einfahren; 4min WSA-Sprint (30s WSA + 30s GA1 im Wechsel bei 100-110 U/min; 10min locker Pedalieren; 20min Zeitfahren mit Datenaufzeichnung) zur Ermittlung der Wattbereiche an.

Fürs Laufen sollte eine 5km Standortbestimmung durchgeführt werden, aus deren Ergebnis heraus die Pacingvorgaben für die kommenden Intervallserien abgeleitet werden.

Auf den 400m Test im Wasser habe ich mich regelrecht gefreut. Lange bin ich nicht mehr auf Zeit geschwommen, und wollte doch wissen, was ich da noch kann. Leider sind die Bedingungen in öffentlichen Bädern nicht immer wettkampfnah und morgens früh nüchtern eine Testrunde zu drehen ist bestimmt auch nicht die beste Idee, dennoch bin ich mit dem Ergebnis von 4min:36sek zufrieden und schaue auf Zeiten mit denen ich wunderbar zurecht komme.

Viel weniger Freude bereitet mir hingegen der FTP Test. Ich weiß vorher schon wie anstrengend das ist – körperlich -, wenn dann aber noch die Gewissheit dazu kommt den Test auf der Rolle machen zu müssen, schwindet bei mir die Hoffnung auf gute Ergebnisse. Zumindest durchgezogen habe ich den Test und auch ein Ergbenis erhalten mit dem ich indoor arbeiten werde. Zufrieden bin ich aber nicht. 245Watt sind mir gefühlt zu wenig Leistung. Aber nun gut mit diesem Ergebnis werde ich auf der Rolle trainieren und freue mich schon irgendwie auf den ersten outdoor FTP Test. Ein bisschen schizophren, aber bescheuert sind wir Triathleten allemal.

Der 5km Test zur Bestimmung der Laufleistung stand unter einem weißen Stern. Am 9.12 ging es zur Winterlaufserie nach Leverkusen. Leider hatte Frau Holle an dem Tag irgendwie wenig Anderes zu tun als ihre Laken zu schütteln und bescherte das Startfeld mit etwa 5-7cm Neuschnee und frostigen Temperaturen. Also wurde es rutschig und richtigen Druck konnte man vor allen Dingen nach engen Kurven nicht auf den Boden bringen. Daher reichte es auch nicht für eine wirklich herausragende Zeit. Bei den Bedingungen aber noch 20min:09sek zu laufen ließ bei mir große Hoffnung keimen. Insbesondere, weil ich danach nicht annähernd verausgabt war.

Alles in allem liefen die ersten Woche also hervorragend. Die ersten vier. Danach schlug nämlich mal wieder das schöne Wetter und die warmen Temperaturen auf meine Gesundheit und pünktlich zu den Weihnachtstagen machte sich ein bekanntes Kratzen im Hals und eine verstopfte Nase bemerkbar.

Also erstmal ne Woche nix tun und essen! Auch das hilft. Auf jeden Fall dem Geist. Wie der Körper ab jetzt darauf reagiert werden die nächsten Wochen zeigen.

 

Ich möchte euch an dieser Stelle noch ein gesundes und friedliches 2018 wünschen und mich bis zum nächsten „Bericht“ verabschieden.

 

Sportlichst

Matthes

Werbeanzeigen