Im zarten Alter von 4 Jahren fiel ich ins Wasser. Eigentlich muss man sagen, ich wurde ins Wasser gefallen. Jedenfalls ist das das Alter in dem ich das Schwimmen erlernen durfte. Vereinszugehörigkeit zum Post SV Köln, so hieß der Verein damals noch. Seit dem ist der Schwimmsport eine immer wiederkehrende Begleiterscheinung in meinem Leben. Begleiterscheinung ist eigentlich zu weich formuliert, bestimmte das Schwimmen doch über Jahre hinweg meinen Alltag. Bis zum 16 Lebensjahr war das Wasser mein Element. Fast tägliches Training, teilweise 2mal am Tag, als Leistungsschwimmer legte eine solide Grundlage für den Triathlon, doch war zu der Zeit an Triathlon nicht zu denken. Nicht weil es mich nicht interessiert hätte, Laufen wollte ich einfach nicht. Und Triathleten sind alle ein bisschen krank im Kopf, so fand ich. Mit ca 16 befand ich aber auch, dass es deutlich wichtigere Dinge im Leben eines jungen Mannes geben sollte als tägliches Training und beschloss kurzerhand mein Schwimmtraining auf 0 zu reduzieren und verabschiedete mich, nach zahlreichen Teilnahmen an deutschen Meisterschaften, aus den Schwimmbädern Deutschlands.

Weibliche Reize, Party, Zigaretten, Musik, Graffitti und alles was dazu gehört rückten nun in den Vordergrund. Sport machte ich immer noch regelmäßig, doch verbrachte ich meine Zeit nunmehr im Fitnesstudio und pumpte mich von 75kg auf fast 90kg auf und ähnelte eher Hulk als einem stromlinienförmigen Ausdauersportler.

Warum ich auch das erzähle? Ganz einfach! Ohne das Fitnessstudio wäre ich nie auf die Idee gekommen zum Ausgleichstraining Spinningkurse zu besuchen. Ohne Spinningkurse wäre mir eine gute Freundschaft vorenthalten geblieben. Ohne die Freundschaft wäre ich nie im Leben auf ein Rennrad gestiegen, den Rest kann man sich denken. Gut nun war ich also begeisterter Bodybuilder auf einem Rennrad – Triathlon Fehlanzeige.

Mit 21 Jahren – Chlor kann ganz schön süchtig machen – rief mich aber eine innere Stimme doch wieder in ein Schwimmbad und kurze Zeit später war ich wieder aktives Vereinsmitglied bei der TPSK Köln. Wieder ging es ins Extrem. Ich trainierte mit Spaß täglich meine Schwimmeinheiten und schwamm mich auch wieder vor zu Deutschen Meisterschaften und mit der Mannschaft in die 2. Bundesliga. Der Unterschied zu früher war allerdings, dass ich viel mehr Spaß dabei hatte und viel mehr Sinn im Training sah, ich machte es komplett freiwillig ohne mir selber Druck zu machen. Ein weiterer großer Unterschied: Ich fuhr zu den meisten Einheiten mit dem Rennrad. Schwimmen-Rennrad-… da fehlt doch was! Ja das Laufen.

Mein Bruder machte mich damals darauf aufmerksam, dass es in Eschweiler einen Jedermann Triathlon gibt. Was heißt denn Jedermann, ich kannte nur Ironman und die Eisenmänner und Eisenfrauen fand ich, wie oben schon erwähnt , äußerst merkwüdig. Als ich dann wusste, dass es im Endeffekt ein Kurzdistanz Triathlon ist habe ich mich angemeldet und mit meinem Bruder zusammen meinen ersten Triathlon gefinisht. Seit dem bin ich von dem Fieber angesteckt und freue mich auf jede neue Herausforderung, jeden neuen Wettkmapf, nicht ganz jede neue Trainingseinheit und auf all die Emotionen, die du so nur beim Triathlon erleben darfst.

Aktuell noch auf den kurzen Distanzen, aber ein Plan für die erste Halbdistanz in 2016 ist bereits etabliert! Ich freu mich schon!!!

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