Rückblick 2015

Ein aufregendes Triathlon-Jahr geht zu Ende. Der Plan im September 2015 wieder als Höhepunkt den CCTW zu bestreiten war bereits im Winter 2014 fest gesteckt. Daher startete das Jahr/die Saison auch ziemlich direkt im Anschluss an den Wettkmapf, naja fast. Eine fiese Achillessehnenentzündung erwies sich als äußerst hartnäckig und beschäftigte mich für mehr als 8 Wochen in denen dadurch nur bedingt Training möglich war – und das ausgerechnet in meiner schwächsten Disziplin, dem Laufen.

Umso erfreuter war ich dann aber, ob eines Anrufes von Holger Hölzel, dem Team Captain des Sportshop-Triathlon Teams. Er wollte wissen, ob ich mir vorstellen könnte 2015 ein Teil des Teams zu werden und sportlicher Botschafter des Sportshop-Triathlon.de zu werden. Natürlich konnte ich mir das vorstellen, hatte ich mich doch schon für 2014 beworben ins Team zu kommen. Ob meine Sehne dadurch geheilt wurde oder meine Motivation dafür gesorgt hat, dass die Schmerzen weg waren? Ich weiß es nicht, jedenfalls ging es von dort an nur noch in eine Richtung – vorwärts. Das Training lief besser als je zuvor. Ich konnte laufen wie ein Wahnsinniger, Radfahren klappte erstaunlich gut, obwohl die Einheiten kürzer, dafür aber intensiver wurden und im Schwimmen blieb Gott sei Dank alles beim alten. Anfang des Jahres lernte ich dann bei der offiziellen Teamvorstellung alle andern kennen und kann nun rückblickend behaupten auch Freunde gefunden zu haben.

Mein erster Start in diesem Jahr war allerdings ein reiner Schwimmwettkmapf, welchen ich dieses Mal, im Hinblick auf die kommende Triathlon-Saison, auf die längeren Strecken konzentrierte und hier doppelter Bezirksmeister in der AK über 400m Lagen und 400m Freistil wurde.

Der April durfte wohl der spannendste Monat des Jahres für mich werden, auch wenn es hier keine Wettkämpfe zu bestreiten gab. So durften meine Frau und ich am 20.April unseren 2ten Sohn in Empfang nehmen. Dass dieses Ereignis einiges verändern würde war bereits vorher klar, hatte ich doch gehofft die folgende Elternzeit für intensiveres Training nutzen zu können. Doch lag die Konzentration ganz klar bei Frau und Kindern (und Hunden), richtiges Familienleben eben. Auch hier war es mir aber möglich zu trainieren und aus dem Erlebten Kraft und Motivation zu schöpfen. Und mit eben dieser startete ich dann im Mai beim ersten wirklichen Wettkampf für das Sportshop-Triathlon Team. Der Kirschblütenlauf in Bergisch Gladbach verlief für mich relativ zufriedenstellend, obwohl ich mein Ziel unter 40Minuten zu bleiben nicht erreichen konnte. Wenn du aber so blöd bist als Allergiker im Mai, bei einem KirschBLÜTENlauf, deine Medikamente zu vergessen, darfste dich eben nicht wundern. Weitere Wettkämpfe, von nun an Swim and Run und Tri Wettkämpfe sollten deutlich erfolgreicher ablaufen. Beim Swim and Run Cologne ging es um ca. 11Uhr los. Geschmeidige 17,6 Grad zeigte das Thermometer, nachdem es aus dem See gefischt wurde. Also Neo an und ab in die „Fluten“. Einmal hin zur Boje und zurück. Leider musste nach ungefähr 300 Metern der Slalomparcour durch die letzten Sprintdistanzler genommen werden. Ab Meter 500 dann aber wieder freie Bahn und Rhythmus wiederfinden. Nicht ganz vollgas geben, sagte ich mir immer wieder, damit beim Laufen auch noch Druck aus den Beinen kommen kann. So hieß es nach etwas weniger als 27 Minuten als Zweiter: Raus aus der Gummihaut und rein in die Laufschuhe. 14km, das letzte mal gelaufen….Zu lange her, um sich daran zu erinnern. Also auch hier gemäßigt angehen, um nicht einzubrechen. Die Taktik ging auf und es machte sich bezahlt beim Schwimmen nicht alles gegeben zu haben. Unter einer Stunde war das Ziel für die 14km. Kurz vorm Ziel der Blick auf die Uhr – es passt, der Frau einen Kuss geben und den Sohn schnappen. Als Vierter ins Ziel, als Erster in der Altersklasse, Laufzeit 59:xx Minuten, Gesamtzeit 1:27:xx . Top!

20150607_1516_EF3_1600 (1)

Triathlon Nummer 1 in 2015 war für mich der Siegburg Triathlon; 500m,20km,5km – Die zu absolvierenden Strecken. Unter einer Stunde wollte ich gerne bleiben, doch die Veranstalter hatten etwas dagegen. Abtei Michelsberg, dreimal hoch, das kostet einfach Kraft und Zeit. 1:02:00 lautet daher die exakte Zielzeit. Bereits in der ersten Runde dachte ich mir am Fuß des Hügels, die spinnen doch, das machen doch keine normalen Leute. Genossen habe ich den Wettkampf trotzdem. Zusammen mit Oliver Strankmann und Marek Jaskolka raus aus dem Wasser und ab aufs Rad. Gut, in der Wechselzone keine Chance gegen die Routiniers, aber trotzdem zufrieden. Die Radzeit, verbesserungsfähig, das Laufen überraschend gut. Sehr gute Stimmung an den Strecken, bestes Wetter, schöner Wettkampf insgesamt. Am Ende stehen Platz 19 in der stark besetzten Gesamtwertung und Platz 4 in der AK. „Ich komme wieder“.  Und zwar erstmal in den Rheinauhafen. Beim Rheinauhafen Triathlon in Köln startete ich auf der Kurzdistanz. Bereits nach 10Minuten kam ich aus dem Wasser und mit einem kleinen Vorsprung als Erster unterwegs zu sein, ist einfach ein tolles Gefühl. Auf dem Rad musste ich die Führung allerdings an den späteren Sieger auf der Sprintdistanz abgeben. Dennoch kein Grund für mich aufzugeben. Also, ab in die Laufschuhe.Die ersten 2 km war ich leider etwas schnell unterwegs und so musste ich mit Wadenschmerzen etwas Tempo rausnehmen. Nur nicht zu viel, denn schließlich waren meine drei größten Fans dabei und haben mich quasi ins Ziel geschrieen. Nach 1:10 Std war es dann geschafft. Platz 2 gesamt und Platz 1 in der AK. Am 09.08.2015 ging es weiter – 500m/22km/5km – 7:41/36:26/19:53 – Auf in die Eifel, Zülpich Triathlon: Check In, kurzer Smalltalk mit den anderen Teamkollegen und Bekannten. Dann das Landstart. Ohne NEO (ich habe mich wirklich gefreut) vom Ufer des Lago Beach. 2 Startgruppen waren bereits im Wasser. Selbst ein Startabstand von je 5 Minuten konnte das Feld nicht genug entzerren. Die letzten Schwimmer waren gerade bei der ersten Boje (ca100m) angekommen da ging ich schon ins Wasser. Slalomschwimmen bis zum Ausstieg.7:41Min. benötigte ich für die erste Disziplin. Ein guter Start an einem bewölkten und windigen Tag.Danach schnappte ich mir voller Elan mein Rad und ging auf die Strecke. Leider unterbrach das kurze Schotterstück direkt nach der Wechselzone den dynamischen Aufsprung aufs Rad, so dass ich dieses Mal im Stand aufsteigen musste.
Die Radstrecke war durchaus abwechslungsreich und windanfällig, hinzu kam ein kleiner langgezogener Anstieg und viele Rhythmusbrecher (90°Kurven), in denen immer wieder das Tempo reduziert werden musste, um nicht komplett aus der Kurve zu fliegen.Nach 36:26 Min. hieß es dann aber wieder runter vom Bike und ab auf die Laufrunde.Die Laufrunde ging einmal rund um den Zülpicher See und ich startete, begleitet von leichten Schmerzen im Oberschenkel, wohl etwas zu schnell.
Dann konnte ich aber doch meinen eigenen Rhythmus finden und gleichmäßig die restlichen 3,5km absolvieren. Das erste Mal in meiner noch jungen Triathlon-Karriere unter den magischen 20 Minuten für 5km. Am Ende stehen eine Gesamtzeit von 1:04:00 Std. und ein 3ter Gesamtplatz (1ter AK30).

CCTW

Für mich der Saisonabschluss meiner ersten Saison als Teammitglied. Ich startete am Samstag auf der olympischen Distanz
Der Tag sollte hart und auch ein bisschen frustrierend, aber auch überraschend gut werden. Und zwar genau in der Reihenfolge.
Das Schwimmen war hart, da dieses Mal ungewohnt viele Athleten mit mir zusammen geschwommen sind. Normalerweise ist es recht einsam auf den kurzen Distanzen, wenn Du ehemaliger Leistungsschwimmer bist. Es hilft zwar im Sog zu schwimmen, ähnlich dem Windschattenfahren, aber im Wasser hindert es mitunter auch den eigenen Rhythmus zu finden. Dennoch kletterte auf Rang 5 nach ca. 19 Minuten aus dem Wasser.
Der erste Wechsel verlief recht zügig und nach weniger als 2 Minuten ging es auf die Radstrecke.
Aber schon in der ersten Runde meldeten sich Krämpfe in den Oberschenkeln an. Hinzu kamen Wind und Regen. Der angepeilte Schnitt von 40km/h rückte schon nach den ersten Kilometern in unerreichbare Ferne. Nach gut einer Stunde stieg humpelte ich vom Rad in die Laufschuhe, weiterhin begleitet von Krämpfen. Trotz der Krämpfe lief es gut. Vor allem, weil ich wusste, dass meine Teamkollegen mich am Verpflegungsstand nach 5km erwarteten, um mich lauthals auf die letzten km der Laufstrecke zu schicken.
So war es dann möglich, über die 10km eine neue persönliche Bestzeit von weniger als 40 Minuten zu laufen.
In meiner Altersklasse belegte ich am Ende mit seiner Gesamtzeit von 2:04:24 Std. den 3. Platz und in der Gesamtwertung wurde ich 20.

11221400_1654463441433032_7984527759411036538_n

Für all die tollen Wettkämpfe möchte ich dem Team und auch den Veranstaltern danken, die diese Starts ermöglicht haben

www.zuelpich-triathlon.de  www.willpowerraces.de

Werbeanzeigen