Halbmarathon in Bonn am 10.04.2016

Vor ca 3 Wochen erhielt ich eine Anfrage vom Bunten Kreis Rheinland, ob ich mir vorstellen könnte für den Bunten Kreis beim Deutsche Post Marathon in Bonn an den Start gehen zu können. Da ich bereits im letzten Jahr mit meinem Start beim CCTW in Köln den Bunten Kreis mit einer Spendenaktion unterstützt hatte, war es für mich natürlich Ehrensache auch auf der halben Marathondistanz zu starten. Wenn auch die Vorbereitung noch nicht soweit gereift war 21km Gas zu geben wollte ich doch für den guten Zweck einen harten Trainingslauf mit in die Saisonplanung einzubringen.

Hart sollte es auch werden, doch dazu später mehr.

Also kurzerhand das Training ein bisschen umstellen. Längere Intervalle, längere Tempodauerläufe mit höherer Geschwindigkeit als bisher und lange ruhige Dauerläufe durch die Berge wurden nun zum Hauptbestandteil des Trainings. Das Schwimmbad habe ich nur zur Belustigung meines Nachwuchses besucht und das Rad fristete in den letzten Wochen ein einsames und dunkles Dasein im Keller. Leider kam es, wie es kommen musste, und ich wurde in der letzten Woche vom Durchfall heimgesucht und konnte so in den 5 Tagen vor dem Wettkampf nur bedingt und moderat trainieren. Soweit so gut, ich wollte eh keinen neuen Weltrekord laufen, sondern hauptsächlich mit Spaß an der Sache teilnehmen. Wie eigentlich immer fing ich auch diesesmal schon sehr früh damit an meine Utensilien zusammen zu suchen. Nämlich am Montag. Hier fiel mir eines direkt auf. Meine Laufsachen waren auf dem Campingplatz liegen geblieben. So leider auch die Schuhe, mit denen ich laufen wollte, aber auch die Uhr, die schon beim Swimathlon in Bonn fehlte. Gott sei Dank habe ich genügend Läufer unter meinen Freunden, von denen einer bereit war, mir seine Uhr zu leihen. So konnte ich zumindest versuchen durch regelmäßige Kontrolle möglichst gleichmäßig zu laufen. Laufschuhe habe ich immerhin auch noch ein paar andere im Schrank, und so war der erste Schock relativ schnell wieder verdaut. Am Wettkampftag aber dann der nächste. Beim Eintreffen am Treffpunkt fiel mir relativ schnell auf, dass ich meine Wettkampfschuhe zu Hause vergessen hatte. So ist das eben, wenn man am Abend vorher noch die Schnürsenkel repariert und die Schuhe nicht an gewohnter Stelle platziert. Wenn du dann morgens um halb sechs alles zusammensuchst, findest du das ein oder andere eben nich wieder. Also stand ersteinmal fest, in Straßenschuhen laufen. Super. Aber auch hier wurde mir geholfen. Ein weiterer Athlet, der auch für den Bunten Kreis startete war so nett mir seine Ersatzschuhe zu leihen, nur leider waren die ca ne halbe Nummer kleiner als meine eigenen Schuhe. Immer noch besser als Straßenschuhe dacht ich mir und nahm sein Angebot an. Bis km 12 machte das auch keine Probleme, aber wenn die Füße im Laufe der Zeit immer mehr anschwellen, merkt man irgendwann doch, dass der Platz immer weniger wird und es anfängt zu scheuern und zu schmerzen. Aus diesem Grund und auch aus der schlechten letzten Woche wurde das letzte Viertel der Strecke dann härter als vermutet. Bis dahin noch voll auf Kurs von 1:28 verließ ich den Plan bei km 16 und peilte eine 1:30 an.

Im Ziel war es dann am Ende eine 1:30:41 und ich war mit meinem Leihmaterial und mir selbst zufrieden aber doch sehr platt und glücklich es geschafft zu haben. Immerhin war es eine Verbesserung der alten Bestzeit aus Freiburg um fast 4 Minuten. Ich muss nur auf eine Sache besonders aufpassen. Wenn das mit meiner Schusseligkeit so weiter geht stehe ich in Hennef wahrscheinlich ohne Rad am Start und in Köln vermutlich ganz nackt.

Also liebe Freunde, habt bitte immer einen zweiten Neo und ein Erstazrad für mich dabei J

Ein ganz besonderer Dank gilt noch den Mitarbeitern des Ameron Hotel Königshof, welche in Zusammenarbeit mit Inka Orth (Bunter Kreis) die Organisation und Verpflegung vor und nach dem Lauf in bemerkenswerter Weise übernommen haben. Besser kann man nach einem solchen Lauf nicht versorgt werden.

Vielen Dank

In Vorfreude auf die nächsten Kuriositäten und den ein oder anderen spannenden Wettkampf für den guten Zweck

Matthes

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