Die Saison 2016 hat ja schon seit einiger Zeit für den ein oder anderen begonnen.

Auch ich reihe mich nun in die Riege der aktiven Athleten ein und kann behaupten den ersten Wettkampf für 2016 abgeschlossen zu haben.

Am Samstag den 20.02.16 stand die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft (DMS) im Schwimmen an. Hierbei handelt es sich um einen reinen Schwimmwettkampf welcher einmal im Jahr als Liegenwettkampf ausgetragen wird. Ähnlich anderen Sportarten gibt es auch eine 1. und 2. Bundesliga, sowie absteigend weitere Ligen. Auf- und Abstiegsregeln sind auch festgehalten. Weil der Schwimmsport aber eine Einzelsportart und keine Mannschaftssportart darstellt, treten in den DMS-Ligen einige Besonderheiten auf.

Die Ligeneinteilung gilt für Herren- und Damenmannschaften gleichermaßen. In der ersten Bundesliga gehen zwölf Mannschaften an den Start. Darunter existieren drei 2. Bundesligen: Nord für Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt, West für Nordrhein-Westfalen und Süd für die restlichen Bundesländer. Unter der 2. Bundesliga existieren die Landesverbandsligen (Bayernliga, Sachsenliga etc.), die Landesligen und als unterste Ebene die Bezirksligen. Seit einigen Jahren finden die Wettkämpfe nun im Februar und März statt. Der Vorkampf, in dem jeweils sechs Mannschaften der Herren und der Damen zusammen in einer Stadt antreten, dient der Einteilung in Aufstiegs- und Abstiegsgruppe für den Endkampf. In der 1. Bundesliga heißt der sonst übliche Aufstiegskampf „Meisterrunde“. Die Gewinnermannschaft der Meisterrunde darf den Titel Deutscher Mannschaftsmeister führen.

Bei den Ligenwettkämpfen werden alle olympischen Strecken geschwommen, d.h. 200/400 m Lagen, 100/200 m Rücken, 100/200 m Brust, 100/200 m Schmetterling sowie 50/100/200/400 m Freistil. Dazu kommen noch 1500 m Freistil bei den Herren und 800 m Freistil bei den Damen. Die 100m Lagen sind weggefallen, als die 1.Bundesliga auf die 50m Bahn verschoben wurde, aber in allen Liegen die gleichen Strecken geschwommen werden sollen.

Insgesamt werden zum Schwimmen dafür zwei in sich geschlossene Abschnitte benötigt, die meist auf Vormittag und Nachmittag verteilt sind. In beiden Abschnitten tritt von jedem Verein jeweils ein Schwimmer über jede Strecke an. Nachdem als Nächstes die Herren die gleiche Strecke schwimmen, starten danach wieder die Damen mit der nächsten Lage und abwechselnd so weiter, bis alle Lagen einmal geschwommen wurden. Der zweite Abschnitt startet analog zum ersten mit anderen Schwimmern. Für jede erreichte Zeit gibt es eine Punktzahl, die anhand der DSV-Punktetabelle berechnet wird.Ausgehend vom aktuellen Weltrekord, welcher 1000 Punkte bringt. Insgesamt darf ein Schwimmer in beiden Abschnitten zusammen nur maximal viermal eingesetzt werden. Dies verlangt vom Trainer ein großes Geschick in der Planung der Einsätze, damit keine Punktverluste durch überbeanspruchte Schwimmer entstehen und die Mannschaft als Ganzes optimal punktet. Sollte ein Schwimmer disqualifiziert werden tritt folgende Regel ein: Es darf nur der disqualifizierte Schwimmer nachschwimmen. Dieser Start wird auf die Gesamtzahl der Starts mitgezählt, sodass sich dadurch oft kurzfristige Änderungen der Aufstellung ergeben. Kommt es beim Nachschwimmen zu einem erneuten Regelverstoß, wird die Strecke mit null Punkten für die Mannschaft gewertet.

Für mich hieß es dieses Jahr über die 200m Freistil, 200m Lagen, 400m Lagen und 100m Brust an den Start zu gehen. Mein erster Wettkampf für den SV Hellas Siegburg e.V. in der Bezirksliga. Mit relativ wenig Aufwand, den ich diese Saison ins Schwimmen lege, konnte ich eigentlich nicht allzu großes erwarten und plante daher auch nicht mit irgendwelchen Bestzeiten. Doch, dass es so gut laufen würde hatte ich auch nicht gedacht.

Die erste Strecke waren die 200m Freistil. Nach einer Durchgangszeit von 58sek bei 100m, gelang es mir nicht ganz das Tempo zu halten, schaffte es aber trotzdem in für mich überraschenden 2:03 ins Ziel zu schwimmen und damit die 2t schnellste 200m Freistil Zeit an diesem Tag zu erreichen. Nach einer etwas längeren Pause hieß es dann 200m Lagen zu absolvieren. Hier machte sich deutlich bemerkbar, dass ein zu schnelles Angangstempo am Ende zu seeeeeeeeeehr großen Schmerzen in den Muskeln führen kann. Nach 2:18 war dann auch das geschafft. Im zweiten Abschnitt durfte ich dann über eine meiner Lieblingsstrecken an den Start gehen. 100m Brust waren schon immer ein Wettkampf, den ich liebte. Vollgas geben, in einer technisch anspruchsvollen Schwimmart. Herrlich. Leider hatte ich kurz vor dem Start erfahren, dass der Wettkampf danach für  mich zu Ende sein sollte, da mein jüngster Sohn mit schwerer Mittelohrentzündung zum Arzt musste und ich damit die 400m Lagen nicht mehr schwimmen werde. So musste ein Teamkollege für mich übernehmen und ich wusste, dass ich mich auf den 100m Brust um kein Korn zurücknehmen darf. Das tat ich auch nicht, und legte alles was ich hatte in dieses Rennen. Nach 1:08 schaffte ich es, fast an meine alte Bestzeit ranzukommen und dem Verein erneut über 500 Punkte zu bescheren.

Am Ende war ich mit dem Wettkampf sehr zufrieden, nur leider sollte mein Verein auf Platz 4 stehen und nicht ganz das erreichen, was wir uns vorgenommen hatten.

Die Konkurrenz war an dem Tag dann doch zu stark.

Gratulieren möchte ich dem KTT01 zu einer hervorragenden Leistung und dem damit verbundenen 1ten Platz. Ich hoffe ihr schafft den Aufstieg. Aber auch dem SC-Hürth gilt meine Anerkennung zu deren 2ten Platz und einigen überragenden Leistungen im Wettkampf.

Bis zum nächsten Mal

Matthes

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