5 Wochen verletzungsbedingte Pause können einen schonmal in den Wahnsinn treiben. So auch mich. War doch plötzlich das Knie angeschwollen und die Ursache leider bis letzten Mittwoch komplett unklar. Ängste vor einem Meniskusschaden oder einem versagenden Knorpel wurden aber Gott sei Dank nicht bestätigt. Nach einem zweifachen Arztbesuch und angeschlossenem MRT war dann die Diagnose eine Entzündung der Gelenkkapsel. Zum Glück hat dies der gute Mann in der Klinik am Ring dann doch noch herausgefunden und sogleich die richtige Therapie angewendet. So konnte ich 4 Tage vor Wettkampf doch noch den Entschluss fassen zu starten und die olympische Distanz in Hennef antreten. Mit der klaren Einstellung es als Trainingswettkampf für die Halbdistanz im September zu sehen ging ich auch sehr entspannt an den Tag heran. Es sollte also ein ruhiger Tag für mich werden, bei dem ich das Wettkampftempo testen konnte. So kam ich nach rund 19 Minuten auch aus dem Wasser und absolvierte die Schwimmstrecke solide aber nicht zu schnell. Gemütlich in die Wechselzone joggen, und in Ruhe alles für die Radstrecke vorbereiten, da ich wusste was mich erwartet. Eine profilierte Strecke mit einem Anstieg direkt zu Beginn, ca. 2km mit 6-7% und danach bis km 10 ziemlich wellig und windanfällig über die Felder bis nach Neunkirchen-Seelscheid. Bergab ins Bröltal heizen und zurück zum Berg. Denn die Runde musste zweimal durchfahren werden. Für den abschließenden Lauf hatte ich mir nur eins vorgenommen. Schmerzfrei durchkommen. Und das sollte auf Grund des gemäßigten Tempos von 4:20 min/km auch gut funktionieren. Am Ende steht dann auch noch genau die Zeit auf der Uhr, die ich mir vorher vorgenommen hatte. 2:15! Super. Mit der Leistung kann ich sehr zufrieden sein und guten Mutes auf die 1,9-90-21 schauen. Bis dahin bleibt noch Zeit ein bisschen mehr aus dem Rad zu holen und die Knochen zu pflegen. Wie jedesmal war der Hennefer Tri eine wunderbare Veranstaltung mit einer wirklich tollen Strecke und super Zuschauern und Helfern an der Strecke. Glücklicherweise hat auch das Wetter, entgegen aller Erwartungen mitgespielt. Sonne und 20 Grad waren ideal für mich. Jetzt wird weiter trainiert und noch eine Sprintdistanz im August absolviert, bevor es dann richtig losgeht. Ich freue mich.

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