Klappe die zweite. Und Action. Nachdem klar war, dass seitens des Verbandes der eigentliche Termin für die zweite Sprintdistanz der Landesliga Süd in 2018 vom Kölntriathlon nach Kalkar verlegt wird, musste sich unser Verein etwas einfallen lassen. Denn gerade dieses Wochenende gab es irgendwo im südlichen Deutschland eine andere kleinere Triathlonveranstaltung, bei der 2 unserer Athleten über die Langdistanz an den Start gehen sollten. Auch bei mir bedurfte es einer Planänderung, so dass ich meinen geplanten Start bei der Deutschen Meisterschaft über die Sprintdistanz in Düsseldorf kurzerhand absagte und mich in den Dienst der Mannschaft stellte. Nur so war es möglich, auf Grund weiterer Absagen, in Kalkar mit der 3XERCISE an den Start zu gehen und auch den zweiten Wettkampf der diesjährigen Ligasaison zu bestreiten. Die Entscheidung des Verbandes den Wettkampf nach Kalkar zu verschieben, war anfangs – zumindest bei mir – einen Aufreger wert. Immerhin sind es über 160km Anfahrt gewesen und wenn ich ehrlich bin hatte ich mich sehr auf Köln im September gefreut. Die Strecke kenn ich auswendig, schwimmen im Fühlinger See mag ich auch, obwohl es Freiwasser ist und bekannte Gesichter an der Strecke wären vermutlich auch mehr da gewesen. Aber als ich in Kalkar angekommen war, wurde ich von einer der bisher schönsten Locations für einen Triathlon überrascht. Eine traumhafte Anlage am Wisseler See empfängt einen dort. Sauber, gepflegt und absolut einladend. Einzig der Wind am vergangenen Sonntag machte mir doch etwas größere Sorgen. Denn der blies ordentlich mit Böen von bis zu 50km/h. Das auf plattem Land und offenen Feldern kann auf dem Rad schonmal für Spannung sorgen.

Der Wettkampf ging wie bereits erwähnt über meine geheime Lieblingsdistanz. 500m Schwimmen, 20km (20,7) Radfahren und 5km (5,2) Laufen. Alles Vollgas, alles an der Belastungsgrenze. Ich mag das. Irgendwie. Es tut weh, es fühlt sich gut an, es tut wieder weh. In diesem ständigen Wechsel befinde ich mich jedenfalls bei allen diesen Wettkampfformaten. Und mit genau diesem Wissen wollte ich auch die 500m Schwimmen in Angriff nehmen. Vollgas von Anfang an und nichts anbrennen lassen. Auf Grund des Windes war es mir nicht immer möglich strak geradeaus zu schwimmen, aber mit insgesamt 6,5 Minuten als erster aus dem Wasser zu steigen zeigt, dass ich wohl doch ganz gut die Linie halten konnte. Nach einem Wechsel von 1 Minute und 10 Sekunden wurde es dann erstmals richtig hart für mich. Auf dem Rad musste ich tatsächlich richtig hart arbeiten und kam auf den ersten Kilometern nicht ganz in den gehofften Rhythmus. Eine eigentlich traumhafte Radstrecke (2 Runden á ca. 10 Kilometer) wurde leider zur Qual. Für mich war einfach zu viel Wind unterwegs. 2 – 3-mal wäre ich fast sogar im Feld gelandet als mich Böen erfassten und gut 1.5 Meter nach rechts schoben. Dass das mit der vorgenommenen Zeit von etwas über 30 Minuten für die 20km nichts werden würde, wusste ich bereits nach den ersten Kilometern. Also blieb mir nichts Anderes übrig, als mich durchzukämpfen und darauf zu hoffen, dass nicht allzu viele Athleten an mir vorbeiziehen. Insgesamt waren es dann glaube ich 4 die vor mir in die 2te Wechselzone kamen. Da ich diese Saison aber gute Laufbeine habe, machte ich mir hier nicht allzu viele Gedanken, dass ich nicht doch noch den ein oder anderen überholen könnte. Die ersten beiden Kilometer lief ich dann mit gemäßigtem Tempo hinter einem Athleten vom ASV – Köln her. Zusammen hatten wir schon kurz nach dem ersten Kilometer die beiden führenden überholt und konnten uns doch etwas Luft zum Atmen verschaffen. Da das Radfahren aber vorher relativ schwer für mich war, machten meine Beine einen Strich durch die geplante Rechnung und ließen nicht zu, dass ich meinen angepeilten Schnitt laufen konnte. Zu meinem Glück aber ging es den anderen Läufern wohl ähnlich und es kam eher darauf an konstant weiter zu laufen. Das hat dann auch bei mir funktioniert. Und so konnte ich dann, zu meiner eigenen Überraschung, auch den zweiten Ligastart in der Landesliga Süd zu meinem zweiten Sieg verwandeln. Ein Sieg desjenigen, der wahrscheinlich am wenigsten eingebrochen ist.

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Insgesamt schafften wir es mit unserem Team auf einen guten 6. Platz in der Mannschaftswertung.

Pino Alotto, Peter Engel, und Peter Pottkämper haben zusammen mit mir also dafür gesorgt, dass unser Erfolg aus dem Start in Gladbeck (link zu Gladbeck bericht) nicht nur eine Eintagsfliege bleibt, sondern wir uns in den Top-Platzierungen der Liga festsetzen können.

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Ich bin stolz und glücklich ein Teil dieser Mannschaft zu sein und freue mich jetzt mit vollem Fokus auf mein Saisonhighlight in knapp 2 Wochen. Dann geht es für mich nach Hamburg zur ITU über die Olympische Distanz.

 

Bleibt sportlich

 

Matthes

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