Letzte Woche Sonntag stand eine Multikoppel (Bike-Run-Bike-Run) Einheit auf dem Plan. Da passte es doch wunderbar, dass dieses Jahr die 3XERCISE Vereinsmeisterschaft beim Powerman-Alsdorf stattfinden sollte. Also wurde aus der Trainingseinheit ein Wettkampf mit angezogener Handbremse, aber nicht ohne Gas. Denn die Intensität war mehr oder weniger vorgegeben.

Einen Duathlon als solchen hatte ich bisher noch nie absolviert und wusste auch nicht so recht was mich erwarten würde. Nach dem Rad zu Laufen kenne ich ja bereits vom Triathlon. Und auch da ist das nicht das angenehmste für den Muskelapparat. Aber wenn vor dem Rad schon ein Lauf ansteht hatte ich doch so meine Zweifel, dass das irgendetwas an der Situation verändert. Ich vermutete eher, dass die Anpassung nach dem Radsplit noch schwieriger werden sollte. Und so war es auch.

Aber von Beginn an: Sonntag morgen trafen wir uns in der Zentrale der 3XERCISE, um von dort gemeinsam Richtung Alsdorf zu starten. Vor Ort angekommen wurden zunächst gemeinsam die Startunterlagen abgeholt und die Räder vorbereitet. Die restlichen Athleten noch mit eingesammelt und dann gemeinsam zum Check-In.

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Der Powerman ist meiner Meinung nach ein wunderbar organisierter Wettkampf. Es gibt eine extra Garderobe für die Taschen und Rucksäcke, damit diese nicht die Wechselzone zumüllen. Duschen und Toiletten stehen ausreichend zur Verfügung und das Gelände ist wunderbar übersichtlich. So war es auch nicht schwierig entspannt in den Wettkampf zu starten.

Um 12:45 ging es dann auch los. Auf dem Plan standen 10km Laufen zum Auftakt. Diese 10km wollte ich ruhig angehen lassen und hatte mit Flo und Solo auch die perfekten Partner hierfür. Nach dem ersten Blick auf die Uhr stellten wir aber fest, dass wir doch ganz schön fix unterwegs waren. Aber der Puls sagte gleichzeitig, dass ich genauso weiterlaufen kann/soll. 30171598_2059145297694085_3400670628842184007_o

Also wurde kein Tempo rausgenommen, sondern genauso weitergemacht wie in den ersten beiden der vier Runden. Lediglich in Runde vier dachte ich mir, ich könnte ein wenig Tempo reduzieren und schickte Flo vor. Doch sah ich am Ende, dass ich mein Tempo konstant beibehalten hatte und lief mit 39:18 in die Wechselzone und zum Rad.

Die Radstrecke versprach anspruchsvoll und windanfällig zu sein. Und das war sie auch. Die erste Hälfte der Wendepunktstrecke geht fast ausschließlich bergab raus aus Alsdorf. Dadurch kann man sich wunderbar anschauen, was man auf dem Rückweg wieder rauf muss. Und das ganze 6mal. Es gibt wohl Athleten die sich hier auch gerne ne extra Runde genehmigen 🙂 Streng nach Vorgabe der Leistungsbereiche spulte ich die knapp 40km in 1:03 und ein bisschen ab, um danach noch gut Laufen zu können.

Wie eben schon erwähnt „fürchtete“ ich mich etwas vor dem abschließenden Lauf. Seltsam war es dann auch, als ich endlich vom Rad runter steigen konnte und wieder in die Wechselzone lief. Das war weitaus schlimmer als der Umstieg nach den 90km Rad bei meiner Halbdistanz. Laufen war das nicht, eher stolpern, oder kontrolliertes Straucheln. Aber nichtsdestotrotz musste ich noch 5km Laufen. Auch hier stand GA2 im Fokus. Daran wollte ich mich halten. Also 5km noch in 20:42 zu Ende laufen und am Ende glücklich im Ziel ein Bierchen trinken.

Einziger Wermutstropfen bleibt, dass Bianca aus unserem Team als letzte Teilnehmerin ins Ziel kam. Vor allen Dingen aber die Umstände ihres Zieleinlaufs machen mich ein wenig traurig. Dem Veranstalter war scheinbar nicht mal bewusst, dass noch jemand auf der Strecke unterwegs ist. Nur so kann ich mir erklären, dass bereits mit dem Abbau begonnen wurde, das Buffet entfernt war und keiner mehr zur Übergabe der Finishermedaille anwesend war. Das bedarf ganz klar Verbesserung seitens des Veranstalters. Am Ende waren dennoch alle glücklich und zufrieden und wir alle hatten einen wunderbaren Tag in Alsdorf.

 

Der nächste Wettkampf ist nun der erste Ligastart mit der 3XERCISE am 13.05.18 in Gladbeck.

Bis dahin

Matthes

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